Prepaid – was sollte man beachten?
Posted in Mobilfunk on 02/19/2012 11:23 am by admin
Was als Erziehungsmaßnahme begonnen hatte, damit Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Taschengeld lernen, hat sich inzwischen zu einem wahren Boom ausgewachsen. Den Trend zur Prepaid Karte und zum Prepaid Internet-Stick hat sicher die Tatsache befördert, dass die Prepaid-Tarife in den vergangenen Jahren erdrutschartig gefallen sind und bei den Kosten für ein Telefongespräch kein großer Unterschied mehr zwischen Vertrag und Prepaid Karte besteht. Etwas höhere Telefonkosten nehmen die Kunden dagegen gern in Kauf, wenn sie sich dafür nicht für eine relativ lange Zeit an einen bestimmten Anbieter binden müssen. So kann sich monatliche Grund gebühr für das Vertragshandy läppert sich aber im Lauf der Jahre oft zu einem stattlichen Betrag zusammen.
Das wichtigste ist für den Kunden also, zunächst seine eigenen Telefongewohnheiten zu analysieren. Denn nur wer hier einen guten Überblick hat, kann anschließend auch einen ordentlichen Prepaid Vergleich anstellen, um den individuell für sich besten Tarif auszusuchen. Erst ganz zum Schluss sollte er sich um andere Probleme, die oft gar keine Probleme sind, kümmern. Früher war es gerade für Prepaid-Kunden ein Problem, wenn sie ihre alte Telefonnummer zu einem neuen Anbieter mitnehmen wollten. Das ist inzwischen aber längst erledigt. Höchstrichterliche Entscheidungen bestätigen, dass jeder Bürger ein Recht auf seine Mobilfunk-Nummer hat. Allerdings muss der alte Anbieter den Kunden nicht kostenlos ziehen lassen. Maximal 30,72 Euro darf er dafür in Rechnung stellen. Wer den Anbieter wechseln will, kann die Mitnahme der alten Telefonnummer frühestens vier Monate und 30 Tage nachdem der alte Vertrag ausgelaufen ist, beantragen. Dem Kunden entstehen durch den Wechsel aber sogar oft gar keine Kosten, weil der neue Anbieter sie ganz oder teilweise übernimmt, allerdings nicht direkt. Wer mit der alten Nummer zum neuen Anbieter wechselt, bekommt für die Mitnahme seiner Rufnummer oft eine Gutschrift auf das Guthaben.
Bares Geld sparen kann der Kunde aber, zumindest wenn seine Telefongespräche auch langfristig dem gewählten Tarif entsprechen, bei den Discountern. Sie bieten manchmal ein Startguthaben auf der Karte an, das höher ist als der eigentliche Kaufpreis. Rein optisch bekommen die Kunden beim Wechsel in diesen Tarif also bares Geld geschenkt.Wer beim Kauf der Karte sparen will, kann sich auch eine der zahlreichen Freikarten auf dem Mobilfunk-Markt sichern. Mit der Umsonst-Karte verzichtet er allerdings zugleich auf ein Startguthaben, dieses liegt oft bei nur einem Euro. Der Kunde muss die Karte also gleich zum Start aufladen, damit er überhaupt telefonieren oder im Netz surfen kann. Als Ausgleich haben die Freikarten-Anbieter dafür viele Bonusaktionen im Programm. Ab einem bestimmten Auflade-Betrag gibt es dann Freiminuten oder kostenlose SMS.
Ganz einfach geht übrigens die Kündigung einer Prepaid-Karte. Weil sie keine Laufzeit und keine Fixkosten haben, kann man das Handy auch herum liegen lassen, bis die Karte irgendwann gesperrt wird. Das kann sich aber nur leisten, wer auch auf die Telefonnummer verzichten kann. Wer Wert auf seine Kontaktdaten legt, sollte sie besser ordnungsgemäß kündigen, damit der neue Anbieter die bestehende Nummer übernehmen kann. Ratsam ist das außerdem, weil viele Anbieter maximal drei Karten an eine Person herausgeben. Wer zu viele ungekündigte Kartenleichen im Keller hat, könnte also vielleicht Probleme bekommen, wenn er eine neue Karte haben will.